Oberstdorf

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 Wappen von Oberstdorf
 

Bilder von mir findet ihr unter Urlaub2002 !

Sieben Täler münden bei Oberstdorf ins Illertal. Jedes mit eigenem Charakter und unverwechselbarem Charme. Das zerklüftete Trettachtal etwa mit seiner imposanten Bergwelt, das wilde Oytal oder das sanfte Stillachtal. Mittendrin aber findet sich Oberstdorf. Mitten in der Natur und in einem der sonnenreichsten Gebiete Bayerns.

Wissenswerte über Oberstdorf

 AußenansichtSüdlichster Kur- und Erholungsort Deutschlands

Oberstdorf, ist als Kur- und Erholungsort international anerkannt und liegt auf einer Höhe von 843 m in einem weiten behaglichen Talkessel, mitten im Herzen der Allgäuer Alpen. 1937 erhielt Oberstdorf das Prädikat "Heilklimatischer Kurort", 1964 erfolgte die Anerkennung als Kneippkurort.

 

Luftqualität 
 Nach einer aktuellen Messung des Luftgütegrades erhielt Oberstdorf 1994 den Spitzenwert 1 von fünf möglichen Abstufungen. 

Oberstdorf - ganz groß

Es ist mit 230 Quadratkilometern flächenmäßig eine der größten Gemeinden Bayerns. Davon sind 17.000 Hektar, d.h. 73,9 % Landschafts und Naturschutzgebiet. Dies bedeutet, daß Oberstdorf über das größte Naturschutzgebiet Schwabens verfügt. Allein 12.000 Hektar des insgesamt 20.500 Hektar umfassenden Naturschutzgebietes "Allgäuer Hochalpen" liegen auf dem Gebiet der Marktgemeinde Oberstdorf.

Wasserkraftwerk - Solartankstelle

Das Oberstdorfer Trinkwasser kommt aus 24 bis 40 Meter tiefen Felsregionen, ist naturbelassen und ohne jeglichen chemischen Zusatz. Mit der Fertigstellung des Wasserkraftwerks "Warmatsgund" befindet sich der Ort in der Lage, fast 25 % des Oberstdorfer Strombedarfes umweltfreundlich selbst zu produzieren. Der Markt ist im Besitz einer Solartankstelle, an welcher alle Hybrid- u. Brennstoffzellenbusse, welche die Fußgängerzone befahren dürfen "aufgetankt" werden. 

 


Oberstdorf - autofrei

Nach Einführung des Pilotprojektes "Autofreies Oberstdorf" konnte die Gemeinde 8,3 % der Gesamtfläche des Ortsbereiches als Fußgängerzone ausweisen. Die restliche Fläche des Ortes ist als Zone 30 km/h ausgewiesen.

Oberstdorfs vielzählige Unterkünfte

Jährlich ca. 2,5 Millionen Gästeübernachtungen bestätigen die Attraktivität Oberstdorfs. Der Ort ist der Tradition verbunden, doch dem Fortschritt gegenüber aufgeschlossen.
Urlaubsgäste haben die Wahl unter 2.400 Vermieterbetrieben vom Hotel der gehobenen Klasse bis zum Privatvermieter, von Gästezimmern (4.100) bis zu Ferienwohnungen und Ferienappartements (3.500). Mit seinem vielseitigen Angebot für jung und alt, für Sommer und Winter, trägt Oberstdorf allen Bedürfnissen Rechnung.

Ein buntes Veranstaltungprogramm

Neben immer wiederkehrenden Veranstaltungen wie Viehscheid (Almabtrieb) im September, Gallusmarkt (Krämermarkt) im Oktober, der 2D-Privat-Vierschanzentournee am 30. Dezember, dem Oberstdorfer Musiksommer (ca. Mitte Juli bis Mitte August) mit Klassikkonzerten, und Soiren, den "Oberstdorfer Kulturtagen" (Ende September bis Anfang Oktober für 14 Tage) mit hochkarätigen Theatervorstellungen, Konzerten und einer Kunstausstellung im Kurhaus, dem Dorffest(August), dem alle 5 Jahre sattfindenden "Wilde Mändle Tanz" (1995, 2000, usw.) und den unzähligen Waldfesten finden regelmäßig Heimatabende und Vorführungen des Oberstdorfer Bauerntheaters, Musik- und Blaskonzerte der Musikkapelle Oberstdorf, Kurkonzerte, Tanztees und Gastspiele von Konzertagenturen und Theaterbühnen, Rock- und Klassikkonzerte sowie eine Vielzahl anderer Veranstaltungen statt.

Wanderregion - Skiregion

Zusammen mit dem benachbarten Kleinwalsertal ist Oberstdorf das größte Wander-, Berg- und Skisportgebiet am Nordrand der Alpen. Der Besucher findet ein 200 Kilometer langes Wanderwegenetz vor. Von der Kurverwaltung und den Berg- und Wanderschulen werden hier regelmäßig (in der Saison täglich) geführte Wanderungen, Bergtouren (Tages- oder Mehrtagestouren) aber auch Halbtagswanderungen durchgeführt.

 

Panorama von Oberstdorf

Sehenswertes in Oberstdorf

Oberstdorf bietet ausser seiner zu jeder Jahreszeit reizvollen Landschaft auch viele einmalige, besondere Sehenswürdigkeiten und interessantes aus Brauchtum und Kultur.

Oberstdorf und seine Skissprung/Skiflugschanzen

Heini Klopfer Schanze Worldchampionships 2008.JPGDie Heini-Klopfer-Skiflugschanze im Stillachtal (Richtung Birgsau) wurde 1949 auf Initiative des unvergessenen Springertrios Sepp Weiler, Heini Klopfer und Toni Brutscher erbaut. Aufgrund der 1. Skiflug-Weltmeisterschaft 1973 in Oberstdorf wurde die Schanze von Sepp Noichl umgebaut. Im Jahre 1981, 1988 und 1998 fanden weitere Skiflug-Weltmeisterschaften statt. Der Schanzenrekord von 209 Metern wurde 1998 von Dieter Thoma aus Hinterzarten aufgestellt, Weltmeister wurde K. Funaki aus Japan. Die Schanze kann ganzjährig besichtigt werden. Es besteht eine Sessel- liftverbindung vom Tal bis zum Schanzentisch. Weiter geht es mit einem Schrägaufzug bis zur Aussichtsplattform. Hier hat man einen herrlichen Ausblick auf den Freibergsee und das umliegende Stillachtal. Schon von weitem sind die fünf Schanzen des Schattenbergskistations am Fuße des Schattenbergs sichtbar. Auf der größten Schanze (120 Meter Anlage) findet alljährlich die Vierschanzentournee statt. Die Schanze wurde 1925 erbaut, 1972 umgebaut. Der Schanzenrekord wurde 1996 vom Norweger K. Brenden mit 125 Meter aufgestellt. Desweiteren befinden sich im Schattenbergskistadion noch vier Mattenschanzen (90 Meter, 50 Meter, 30 Meter und 19 Meter Schanze); Auf den Mattenschanzen finden im Sommer vor großer Zuschauerkulisse Mattenspringen zum Teil mit Flutlicht als große Attraktion für die Oberstdorfer Gäste statt.

Oberhalb von Oberstdorf, am Fusse des Schattenberges stehen weithin sichtbar die drei Schattenbergschanzen und eine Mattenschanze (Sommerspringen). Die 90 m-Schanze wurde 1925 erbaut und 1930, 1946 und letztmalig 1972 umgebaut (Schanzenrekord 1991/1992 anlässlich der Intersport Springer-Tournee vom Österreicher Werner Rathmayer 120,5 m). Desweiteren befinden sich im Schattenberg-Skistadion noch eine 70 m Schanze, eine 30 m Schanze und eine Mattenschanze auf welcher im Sommer die Skipringer trainieren und die Nachtspringen für Oberstdorfer Gäste stattfinden

Eissportzentrum

Eissportzentrum OberstdorfUnterhalb der Schanzen, am Ortsrand Oberstdorfs liegt das Bundesleistungszentrum für Eiskunstlauf. Der Besucher findet hier auf 26.400 qm drei Eishallen mit einer Gesamteisfläche von 4.500 qm vor. Vom Baubeginn 1978 bis zur Fertigstellung vergingen 3 Jahre. In diesen drei Hallen finden täglich mehrmals ein Publikumslauf für jedermann, das Training der internationalen Spitzensportler, Eishockeyspiele, Eiskunstlaufwettbewerbe, Curling und internationale Schaulaufen statt.

 

Nebelhornbahn

Neben dem Bundesleistungszentrum liegt die Talstation der Nebelhornbahn. Im Winter kommen hier Skifahrer, egal welcher Schwierigkeitsgrad erwartet wird, voll auf Ihre Kosten.
Von der Talstation (828 m) führt die Kabinenbahn über zwei Umsteigestationen bis auf 2224 m auf den Nebelhorngipfel. Hier erwarten den Skifahrer drei Sessellifte, die Abfahrt bis in das Tal ist je nach Schneelage problemlos möglich.
Im Sommer findet der Wanderer auf dem Nebelhorn ein ausgeschildertes Wanderwegenetz vor, u.a. ein Geologischer Lehr- und Wanderpfad. Hier ist auch der Ausgangspunkt für den Hindelanger Klettersteig, welcher jedoch nur von bergerfahrenen Kletterern begangen werden darf.

 Fellhornbahn

Zwischen der Skiflugschanze und der Siedlung Birgsau hat die Kabinenbahn Fellhornbahn ihre Talstation. Auch dieses Skigebiet lässt Skifahrerherzen im Winter höher schlagen. Im Skigebiet besteht die Auswahl zwischen fünf Schleppliften und einer Sesselbahn, desweiteren besteht ein Verbund zur im Walsertal gelegenen Kanzelwandbahn (Zwei-Länder-Skiregion).
Im Sommer finden Wanderer und Bergwanderer "Deutschlands schönsten Blumenberg" vor. Die Fellhornbahn bietet u.a. geführte Exkursionen auf dem Blumen- und Wanderlehrpfad und Führungen durch eine Käserei auf der Sennalpe Schlappold an.

 

Söllereckbahn

Vom Fellhorn aus führt eine Gratwanderung zur Bergstation Söllereck. Die Söllereckbahn ist eine Sesselbahn und im Winter (vier Schlepplifte) wie auch im Sommer für Bergwanderungen und Touren gleichermassen attraktiv. 

Ausflugsziele rund um Oberstdorf

Ein weiteres Muss für den Oberstdorfbesucher ist ein Ausflug, egal ob mit dem Stellwagen, Pferdeschlitten, den Langlaufski oder zu Fuss in eines der Oberstdorfer Täler. In jedem dieser Täler findet der Besucher ein gemütliches Berggasthaus welches zur Einkehr einlädt.

Einödsbach (Deutschlands südlichste Siedlung), 11 km von Oberstdorf im Stillachtal gelegen und über Birgsau zu erreichen. Die Kapelle "St. Katharina" wurde 1695 erstmals in einer Pfarrbeschreibung über Einödsbach erwähnt.

Wanderer in Gerstruben

Gerstruben, 6 km von Oberstdorf entfernt, ein Bergdorf, welches unter Denkmalschutz steht und aus fünf Häusern und einer Kapelle "Marienkapelle" aus dem 17. Jahrhundert besteht. Ebenso zu Gerstruben zugehörig findet der Besucher hier oben noch eine historische Sägemühle vor.

Spielmannsau, 7 km von Oberstdorf, im malerischen Trettachtal gelegen, ist seit 1844 zu Bayern zugehörig und war vorher zu Österreich zugehörig. In Spielmannsau steht u.a. die Kapelle "Christi Geburt", welche erstmals im Jahre 1695 erwähnt wurde. Das Oytal ist über einen Höhenweg, an den Sprungschanzen vorbei, zu erreichen (7 km von Oberstdorf). Alle genannten Täler sind Ausgangspunkte für unzählige Wanderungen und Bergtouren auf Berggipfel, zu Höhenwanderungen und zu bewirtschafteten Jungviehalpen und Sennalpen.

Im Ortsteil Tiefenbach gelegen ist das Rohrmoostal mit der Kapelle "St. Anna" (Holzbau aus der Spätrenaissance) und den volkstümlichen Fresken. Der Flügelaltar stammt aus dem Jahre 1568. Rohrmoos ist ca. seit dem Jahr 1500 Eigentum des Fürsten Waldburg-Wolfegg und umfasst etwa 15.999 Tagwerk Wald- und Alpenfläche. Der Besucher findet gepflegte Wanderwege im Sommer und hervorragende Langlaufbedingungen im Winter vor. Ein Gasthof lädt zum Verweilen ein. Ebenfalls in Tiefenbach liegt der Einstieg in die weltberühmte Breitachklamm. Dieses in Mitteleuropa einzigartige Naturdenkmal zieht jährlich 100.000 Besucher in seinen Bann. Der Durchbruch der Breitach (Gebirgsfluss) durch einen mächtigen Felsblock vermittelt Schöpfungsgeschichte in überwältigender Grösse und Schönheit. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter.

Die Flüsse Breitach, Stillach und Trettach fliessen am Illerursprung zusammen. Zwischen Oberstdorf und Langenwang gelegen entspringt hier die Iller, welche über Sonthofen und Kempten bei Ulm in die Donau fliesst. Oberhalb der Iller, zwischen Fischen und dem Oberstdorfer Ortsteil Schöllang gelegen steht malerisch auf einem Steilhang die "Schöllanger Burg". Hierbei handelt es sich um eine einsame Friedhofskapelle mit einem kleinen Bergfriedhof.

Von Schöllang wieder zurück nach Oberstdorf führt der Weg durch die beiden, ebenfalls zu Oberstdorf gehörenden Ortsteile Reichenbach und Rubi, welche am Fusse des Rubihorns liegen.

In Reichenbach, am Berghang gelegen, steht ein kleines Kirchlein, mit einem spätgotischen Hochaltar. Ebenfalls in Reichenbach befindet sich die Kapelle "St. Jakob". Der Altar aus der Spätgotik mit der Mutter Gottes von Ivo Stringel und den Standfiguren vom Meister des Imberger Altars ist besonders erwähnenswert.

Einen sehr schön gearbeiteten Altar findet der Besucher in der Kapelle "St. Anna" in Rubi. Der Altar stammt von Melchior Eberhard aus Hindelang, das Altarbild von Michael Herz aus Immenstadt. Für Liebhaber von Kirchen und Kapellen ist "ein Muss" der Besuch der Oberstdorfer Lorettokapellen. Es handelt sich um Wallfahrtskapellen und den Endpunkt der Kreuzwegstationen vom Dorf nach Loretto. Nach ca. 200jähriger Unterbrechung fand 1993 und 1995 wieder eine Wallfahrt mit einer Pilgergruppe aus dem Tiroler Lechtal statt. Der Weg führte über das Mädelejoch durch die Spielmannsau nach Loretto. Loretto, bestehend aus drei einzelnen Kapellen, der Appachkapelle (1493), der Marienkapelle (1657) und der Josefskapelle (1671) ist ein vielbesuchter christlicher Ort.

Weitere Kapellen stehen im Ortsteil Jauchen (erstmals 1695 erwähnt), im Ortsteil Kornau ("St. Fabian und Sebastian" mit einem hochbarocken Altar von 1720), im Dorf in der Weststrasse (Pestkapelle 1634/35, als von damals 1200 Einwohnern 800 der Pest zum Opfer fielen, erbaut), hinter der katholischen Kirche am Marktplatz die Seelenkapelle (1524 erbaut mit Fresken aus der Mitte des 16. Jahrhunderts) und am Ortseingang die Klausenkapelle aus dem 16. Jahrhundert.

Heimatmuseum

HeimatmuseumDas Oberstdorfer Heimatmuseum ist in einem alten Oberstdorfer Haus aus dem 17. Jahrhundert untergebracht. In 38 Räumen befinden sich folgende Sammlungen: Wohnkultur, Weberei, Seilerei, Land- und Alpwirtschaft, alte Handwerke, eine Gesteinssammlung, die Frühgeschichte und Entwicklung des Skilaufs, die Entwicklung des Alpinismus, Musikinstrumente, heimische Tiere (präpariert) und Trophäen, Trachten und Brauchtum und vieles mehr. Im Untergeschoss sind u.a. eine Käsküche und eine Enzianbrennerei eingerichtet. Besucher haben hier die Möglichkeit, einen Blick in die Vergangenheit Oberstdorfs und des Allgäus zu werfen.
Eine besondere Attraktion bietet das Museum mit der Ausstellung des grössten Schuhs der Welt. Er wurde 1949/50 vom Schuster Schratt in der Schuhgrösse 480 angefertigt. An Material wurden 18 Rinderhäute und 40 Meter Bergseil zum Nähen verwendet. Der Schuh hat die Masse 3,50 m lang, 1,20 m breit, 1,65 m hoch und 8 Zentner schwer.

Rundwanderwege

Seit 1995 bietet Oberstdorf interessierten Besuchern zwei historische Rundwanderwege durch den unteren und den oberen Markt. Die Rundwanderwege führen vorbei an alten Häusern (Bausubstanz ohne Nägel), denkwürdigen Orten, alten Kapellen und erwähnenswerten Gebäuden Oberstdorfs. Überall sind Hinweistafeln mit interessanten Daten angebracht. Regelmässig werden Führungen angeboten.

Allgäuer Braunvieh

Einmalig in Oberstdorf sind die Gemeinschaftsweiden der "Rechtler" (Wald- und Weidegenossenschaft) für das Oberstdorfer Vieh im Sommer. Das sogenannte "Gassenvieh" wird morgens im Dorf gesammelt und auf die beiden (obere und untere Gasse) Tagesweiden getrieben. Der Hirtenbub bläst morgens kurz vor dem Viehaustrieb an allen Brunnen im "Oberen Markt" auf seiner Schallmei (altes Musikinstrument). Dies ist das Zeichen für alle Landwirte, das Vieh aus den Ställen zu treiben.

Viehscheid

Vor 100 Jahren: Viehscheid zu OberstdorfTraditionsgemäss finden in Oberstdorf am 13. September und in Schöllang am 12. September (trifft es einen Sonntag verschiebt sich der Termin) der bekannte Viehscheid (Almabtrieb) statt. Es werden jährlich ca. 1000 Stück geälptes Vieh in das Tal abgetrieben. Geführt von einem Kranzrind, mit grossen Glocken und Schellen geschmückt treffen die Herden hintereinander auf dem Scheidplatz ein. Für das leibliche Wohl, für Hirten und Besucher gibt es in einem grossen Festzelt mit Blasmusik. Bier vom Fass, Scheidwürste, Käsesemmel u.v.m.

Wochen vor den Scheidterminen im Allgäu hat die Kranzbinderin Frau Rosmarie Schöll aus Oberstdorf alle Hände voll zu tun. Sie fertigt in Handarbeit jährlich ca. 20 Kranzgebinde aus Naturblumen, Seidenblumen, Gräsern, Farnen, Silber- und Golddisteln. Diese Kränze werden, wenn der Alpsommer ohne Zwischenfälle verlaufen ist, d.h. kein Tier zu Schaden kam, am Tag des Viehscheids vom schönsten und kräftigsten Tier der Herde getragen.

Neben der Kranzbinderei im September werden auch richtige Berufs- stände, welche einen traditionellen Hintergrund haben, in Oberstdorf ausgeübt. So zum Beispiel der Gamsbartbinder Otto Schall, der Korbflechter Rudolf Ammann, mehrere Brunnenmacher und Holzschnitzer.

Oberstdorfer Vereine

Wilde Mändle - PyramideAuf eine traditionelle Vergangenheit können auch sehr viele Vereine aus Oberstdorf zurückblicken. Dem Gast werden von einigen dieser Vereine verschiedene Veranstaltungen geboten. Das ganze Jahr über führt der Gebirgs- und Trachtenverein Oberstdorf in regelmässigen Abständen Heimatabende durch, alle 5 Jahre (zuletzt 1995) den "Wilde Mändle Tanz".
Zurückzuführen ist der Auftritt im Fünfjahresrhythmus auf ein Gelübde. Es dürfte der älteste, aus vorchristlicher Zeit überlieferte Kulttanz sein. Siebzehn runenverbundene Tanzszenen wechseln einander ab und werden von dreizehn mit Tannenbart (wächst nur im Bergwald auf alten Tannen als eine Art Flechte) vermummten Männern nach einem bestimmten Rhythmus und Tempo getanzt und gesprungen. Diese alle 5 Jahre stattfindende Aufführung ist eine der interessantesten und sehenswertesten Veranstaltungen Bayerns.

Oberstdorf Haus

Klausentreiben

Regelmässig am 6. Dezember (Nikolaus) findet in Oberstdorfs Strassen und Gassen nach Einbruch der Dunkelheit das traditionsverbundene Klausentreiben statt. Es handelt sich hierbei um einen uralten, heidnischen Brauch. Ledige Oberstdorfer Burschen, welche bis zur Unkenntlichkeit vermummt in Rudeln ihr Unwesen treiben, sollten ehemals böse Geister abschrecken. Die Klausen sind mit Tierfellen vermummt, haben nicht selten Stierhörner oder Geweihe auf dem Kopf und als Gurt eine grosse Kuhschelle. Es ist ratsam, diese Gestalten aus sicherer Entfernung oder vom Fenster aus zu beobachten.

Zwei Tage vorher, am 4. Dezember (St. Barbara) treffen sich eben- falls bei Einbruch der Dunkelheit die Oberstdorfer Mädchen zum "Klausenbärbel-Treiben".
In hexenähnlicher Verkleidung, mit Ruten und Schellen laufen auch sie durch Oberstdorfs Strassen und machen diese "unsicher". Ob es sich hierbei um einen auch in Oberstdorf überlieferten Brauch handelt, ist jedoch fraglich.

Veranstaltungen

Die Oberstdorfer Theatergruppe veranstaltet jährlich ca. 25 - 30 Theaterveranstaltungen. Die überzeugend dargestellten Aufführungen des Bauerntheaters sind bei den Gästen und Besuchern äusserst beliebt und werden gern besucht. Ebenso wie das grosse "Feuerwehrwaldfest" im Juli und das Dorffest im August findet jährlich traditionsgemäss am 16. Oktober der nach dem Namenspatron benannte "Gallusmarkt" (Krämermarkt) auf den Strassen in und um die Fussgängerzone statt. Ca. 300 Marktstände bieten dem Besucher alles für Haushalt, Garten und Gewerbe, ebenso wie Textilien, Spielwaren, Töpferwaren, Blumen und vieles mehr.

Feriendorf - Oberstdorf

Die Beschreibung der grössten Sehenswürdigkeiten Oberstdorfs und der bekanntesten und beliebtesten Veranstaltungen zeigen Ihnen, dass Oberstdorf, das Ferien-, Familien-, Berg-, Sport-, Ski- und Kurdorf zugleich, für jeden Feriengast abwechslungsreiches zu bieten hat. Egal, ob Einzelreisende, Ehepaare, Familien oder Gruppenreisende, alle fühlen sich in Oberstdorf wohl. Dies zeigt auch der hohe Anteil an Stammgästen (ca. 60 %).

In guten Kreisen - mit besten Verbindungen

Deutschlandkarte, Position von Oberstdorf hervorgehoben

Oberstdorf im Allgäu, der südlichste Ort in Bayern (Deutschland) liegt in unmittelbarer Nähe zum Kleinwalsertal (Österreich). Oberstdorf ist ist aus der Schweiz kommend über Bregenz problemlos zu erreichen.

 

Südlichster Bahnhof Deutschlands in Betrieb genommen

Nach der Rekordbauzeit von nur einem Jahr eröffnet jetzt im Beisein von Oberstdorfs Bürgermeister Eduard Geyer, Dr. Kurt Bechtold vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie, im Kreise zahlreicher Ehrengäste, Hermann Graf von der Schulenburg, der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn in Bayern, in Oberstdorf den neuen Bahnhof.

 Datei:Bahnhofoberstdorf.jpg


 

 

Bahnhof der Zukunft

»Mit einer Investitionssumme von rund 11 Millionen Mark gestaltete die Bahn ein Schmuckstück in der Reihe der modernsten Bahnhöfe Deutschlands« freute sich Graf von der Schulenburg. Unter Verwendung von viel Holz und Glas sei ein ebenso funktionales wie transparentes Bahnhofsgebäude entstanden, das sich mit dem Blick durch die Glaswände der Halle auf die Oberstdorfer Bergkulisse hervorragend in die Landschaft einfüge. Zugleich kündigte der Bahnbevollmächtigte die baldmögliche Attraktivierung des regionalen Zugangebotes durch den Einsatz schnellerer Zugtypen mit »Neigetechnik « an.

 

 

Modernes Verkehrsdrehkreuz

Auf rund 1.200 m2 Fläche findet der Bahnreisende ein ansprechendes Angebot an Waren und Dienstleistungen vor. Täglich beginnen und enden an den ebenfalls modernisierten Bahnsteigen insgesamt 65 Züge, die von rund 1.100 Reisenden frequentiert werden. Sowohl im Regionalverkehr des Allgäu-Schwaben-Takts, wie auch im Touristikbereich mit direkten Verbindungen Oberstdorfs zu Berlin, Hamburg und Dortmund. »Den ankommenden Bahnreisenden erwartet jetzt ein hell und transparent gestaltetes zeitgemäßes Funktionsgebäude, das sich als neue Visitenkarte Oberstdorfs hervorragend in die Achse der modernen Gebäude vom Geigerbau im Norden bis zum neuen Kino einfügt«, lobte das Oberstdorfer Gemeindeoberhaupt die ansprechende Gestaltung der neuen Verkehrsstation. »Dieses Gebäude wird nicht nur den Ansprüchen schneller ICEs gerecht, sondern es eignet sich ebenso als Zwischenstation für den legendären »Orientexpress«, scherzte Bürgermeister Eduard Geyer.

Im neuen Bahnhofsgebäude befindet sich auch das neue DB-Reisezentrum, in dem Mitarbeiter der Deutschen Bahn über die neuesten Reiseangebote informieren und sämtliche Reiseunterlagen und Fahrkarten bereithalten sowie Platzreservierungen vornehmen. In der Buchhandlung können sich die Reisenden aus dem umfangreichen Sortiment an Zeitungen und Zeitschriften mit genügend Lesestoff ausgestattet.

 

 

Architektur im Einklang mit der Umgebung

AnreiseDie Gestaltung des südlichsten Bahnhofs Deutschlands basiert auf den Plänen des Büros für Architektur und Städtebau Rhoda-Kellermann-Wawrowsky. Bei seinen Planungen setzte sich das kurz »R.K.W« genannte Architektenteam insbesondere mit den Fragen des Zusammenspiels von Außengestaltung und Funktionalität auseinander, die – wie jetzt zu sehen ist – unter Berücksichtigung des lokalen Baustils, des Oberstdorfer Klimas, der Nutzung und des Umfeldes optimal realisiert wurden.   

 

 

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